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Film

„Tulpa“ von Frederico Zampaglione

Filmszene (Ausschnitt) Filmszene (Ausschnitt)

Ein Serienmörder geht um und tötet die Besucher eines Erotik-Geheimclubs. Gewalt, Sex, Blut, untermalt mit melancholischer Musik und in düsteren Bildern erzählt!

In Kürze: 250 Wörter über...

Tulpa 67Ein Serienmörder schlachtet Menschen mit einem asiatischen Ritualdolch ab. Offenbar geht die mysteriöse Gestalt mit Mantel, Skimaske und Herrenhut dabei nach einem Muster vor. Jedes der Opfer hat eine Karte bei sich, auf der ein seltsames Symbol zu erkennen ist – ein Indiz, das der Mörder nach jeder Tat an sich nimmt, als wolle er etwas verschleiern. Durch einen Zeitungsbericht auf die Morde aufmerksam geworden, entdeckt Lisa Boeri (Claudia Gerini) jedoch einen schwindelerregenden Zusammenhang zwischen den Getöteten. Mit jedem der Opfer hatte Lisa Sex in dem privaten Erotik-Klub Tulpa, der von einer religiösen Aura eines tibetanischen Kultes durchwirkt ist. Zutritt hat dort nur, wer am Eingang die Karte mit dem ominösen Symbol vorzeigt. Einen Sexpartner, der dem Killer noch nicht zum Opfer gefallen ist, will Lisa nun unbedingt warnen, bis auch ihr Leben bedroht ist.

Tulpa erinnert an die italienischen Horrorfilme früherer Jahrzehnte: Gewalt, Sex und literweise Blut dominieren diesen Film. Auch ist die Handlung ähnlich einfach gestrickt. Wo man sich ein wenig mehr investigative Elemente gewünscht hätte, strotzt der Film vor Morden, bis Lisas soziales Umfeld so ausgedünnt ist, dass sich die Frage erübrigt, wer der Täter ist. Über weite Strecken schwelgt der Film in einer düsteren Stimmung, die sich nicht zuletzt aus dem Übernatürlichen nährt, das immer wieder angedeutet wird. Dunkle Settings oder rotlicht-geflutete Räume tragen ebenso zur Atmosphäre bei wie die teils sehr melancholische Musik, die eher an den Film Noir erinnert. Auch wenn die Hauptdarstellerin nicht überzeugt, birgt der Film durch seine sonstige Inszenierung Spannung.

 

Trailer zu Tulpa

Letzte Änderung amFreitag, 21 Juni 2019 22:11
Joschua Sanders

Seit längerem gibt Joschua vor, an einem Roman zu arbeiten. Niemand in der Redaktion weiß so recht, ob da etwas dran ist. In seiner Freizeit skatet er oder ist hier als Online-Autor und Blogger unterwegs.

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