Mellowdramatix

Blog-Magazin über Horror und Fantasy
Kunstvoller Entführungsthriller, der seine Kraft und Ästhetik einem platten Ende opfert

Aram (Francisco Barreiro) ist ein armes Schwein, das fleißig in einer Kanzlei buckelt. Leider nur, um zwielichtige Gestalten aus ihren Miseren herauszuboxen und ohne jemals auch nur eine Überstunde bezahlt zu bekommen. Und kaum ist er endlich daheim, beginnt das Nörgeln der Ehefrau, die er auch schon länger nicht mehr nackt gesehen hat. Das treibt Aram in die Arme einer Prostituierten. Nicht nur dort scheint er zu grübeln. Etwas bewegt ihn, formt sich in ihm heran. Ein Plan, der sein Leben ändern soll: die Entführung einer Schülerin.

Iranisches Horrordebüt: die Heimsuchung einer zweifelnden Mutter

Teheran in den 80ern: Krieg wälzt sich träge, aber stetig der Metropole entgegen, Nachrichten über sein Näherrücken häufen sich, mehr und mehr Menschen suchen andernorts Zuflucht. Aber Shideh bleibt (Narges Rashidi). Die junge Mutter will ihre Selbstständigkeit nicht aufgeben, indem sie bei Verwandten einkehrt. Zugleich ist sie in der Hochhauswohnung wie eingesperrt mit ihrer Tochter Dorsa (Avin Manshadi). Durch die Karriere als Ärztin hat das restriktive System einen Strich gemacht und sie der Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Arbeitsleben beraubt. Dabei ist Shideh eine toughe und intelligente, dem Westen zugewandte Frau, die ihre Aerobic-VHS von Jane Fonda frech vor Regime und angepasster Nachbarschaft verborgen hält, wie notgedrungen auch sich selbst. Und dann der Streit mit dem Gatten (Bobby Naderi): Ob es ohne Medizinstudium nicht ohnehin besser wäre? Ob sie daheim nicht gut aufgehoben sei? Dann, als die Sirenen heulen, Bombengefahr! Der Krieg hat Teheran erreicht. Aber nicht nur der kommt aus dem Himmel, auch das Böse ist mit den Winden gereist und nistet sich ein in Shidehs vier Wänden, wo es Zwietracht säen will.

Aus der Hölle gibt es keinen Ausweg.

Ein „Green Room“ ist ein Raum, in dem Bands oder andere Künstler sich auf einen Auftritt vorbereiten. Der titelgebende Raum wird zu einer Todesfalle für die tourenden Hardcore-Punker „The Ain’t Rights“, als diese in einem abgelegenen Club in Oregon aufspielen. Nicht genug, dass der Ort von amerikanischen Neo-Nazis wimmelt, die Mitglieder der Band werden auch Zeuge davon, dass im Green Room eine junge Frau erschossen wird. Der Green Room wird zu einem Gefängnis, denn es gibt nur einen Weg raus und hinter der Tür lauern Nazis, die darauf warten, die Bandmitglieder aus dem Weg zu räumen. Ebenfalls im Green Room eingesperrt, ist Amber (Imogen Poots), die eigentlich zu den Leuten aus dem Club gehört, doch nun ebenfalls in Lebensgefahr schwebt. Unterdessen wird Darcy (Patrick Stewart) informiert, ein niederträchtiger Mann ohne Gewissen und Anführer des lokalen Naziclubs. Unter den Neonazis hat er eine Organisationsstruktur geschaffen, die auf Respekt und Vertrauen basiert und ihm Befehlsgewalt über alle anderen gibt.

Erwartet werden sollte das Unerwartbare.

Ein Werk wie The VVitch: A New-England Folktale bekommt man nicht häufig für eine Besprechung vorgelegt. Bereits zum Kinostart in den USA polarisierte der Film, die Kritiker feierten das Werk mehrheitlich, den Kinobesuchern gefällt der Film oftmals weniger (vgl. metacritic). Ist The VVitch nun einer dieser umstrittenen Kunstfilme oder ein Skandalwerk? Keineswegs, denn Regisseur Robert Eggers weiß, die Schrecken einer Zeit einzusetzen, um das tragische Schicksal einer zutiefst christlichen Familie im Neu-England der 1630er zu inszenieren. Dabei manifestiert sich der Schrecken durch die Konstellation der Figuren und ihren Motiven. Gekonnt verquickt der Film unterschiedliche Perspektiven; Szenen einer ausgestoßenen Familie, die sich aufmacht, das Glück unter Gottes Führung zu finden. Familienoberhaupt William (Ralph Ineson) vertritt bereits in der Eröffnung des Films stoisch den Standpunkt, dass die Dorfgemeinschaft, den christlichen Glauben nicht korrekt ausdeute. Die Verbannung seiner Familie nimmt William freudig entgegen und macht sich mit Frau und fünf Kindern auf, um das Glück anderenorts zu finden. Fest im Glauben und überzeugt das Richtige zu tun, führt er seine Familie zu einer großen Wiese, die an einen düsteren Wald grenzt. Hier entsteht ein neuer Lebensraum für die Familie.

Phantastisches Popcorn-Kino mit sagenhafter CGI-Optik

Verschiedener könnten Lucis und Niflheim nicht sein: das eine Land ist ein magisches Königreich, das seit Urzeiten durch einen Kristall beschützt wird, das andere ein hochtechnisiertes Imperium mit futuristischem Kriegsgerät. Mit den kommenden Friedensverhandlungen zeichnet sich erstmals das Ende des immerwährenden Krieges zwischen den zwei Reichen ab. Doch der Ritter Nyx Ulric wittert einen Komplott, der, im Verborgenen geschmiedet, bis in die Reihen der Königsgarde von Lucis reichen könnte – bis hinein in die Kingsglaive, deren stolzes Mitglied Nyx ist.

Im Januar meldete sich die Prequel-Hörspielreihe zu Mark Brandis mit Laurin eindrucksvoll zurück. Nachdem Mark Brandis (Daniel Claus) und Alec Delaney (Sebastian Kluckert) von ihrem unvorhergesehenen Einsatz in einer Kriegsregion zurückgekehrt sind (Folge 7 Laurin), hört Mark noch immer die Stimme von Alec in seinem Kopf. Die Echos der Verschmelzung setzen Mark nachhaltig zu, Alec hingegen scheint einem solchen Phänomen nicht zu unterliegen. Die jungen Fähnriche werden auf eine Übungsmission geschickt, bei der diese ein Manöver ausführen sollen. Bei diesem messen sich die angehenden Raumfahrer der Vega-Akademie mit Jungkadetten der Raumflotte. Was als Wettbewerb beginnt, wird für Mark zu einer persönlichen Sache. Bei den Jungkadetten ist Marks erste Liebe, Nina (Sarah Alles), für die er vor sechs Jahren in eine Sendestation eingebrochen ist. Seine Gefühle sind erneut entflammt, als die angehenden Raumfahrer in eine Falle geraten.

Knallbunte Action, die weit mehr ist als pure Blödelei

Zum 7. Geburtstag des PvZ-Franchises begutachten wir das neueste Spiel der Reihe. Pflanzen gegen Zombies begann als ein Handyspiel, konzipiert als rundenbasiertes Strategiespiel. Die Spielmechanik setze auf den Touchscreen, bei dem Spielende Sonnen einsammeln mussten und dann auf einer Gartenfläche Pflanzen positionierten, die Zombies bekämpfen. Alles andere lief automatisch, die Figuren hatten ihre Aufgaben und Lebenspunkte, eigentlich ein klassisches Tower-Defense-Spiel. Aber nur eigentlich, denn übergeordnet ist die Handlung hinter der Gartenverteidigung, aus der sich eine Erzählwelt entwickelt hat. Deppie Dave ist einer von wenigen noch lebenden Menschen in einer Zombieapokalypse, angeführt vom bösen Dr. Zomboss. Während Dr. Zomboss seine Zombies ausrüstet und versucht Suburbia (die Spielwelt) zu beherrschen, hat Deppie Dave kampffähige Pflanzen gezüchtet, die zum großen Teil intelligenter sind als er. Dann kam Plants vs. Zombies Garden Warfare, ein bunter Third-Person-Shooter, bei dem Spielende in die Rolle von einzelnen Pflanzen oder Zombies schlüpfen und dann gegeneinander den Kampf um die Vorherrschaft in Suburbia austragen. Nun ist der neueste Teil der Serie erschienen, Pflanzen und Zombies stehen sich in einem epischen Patt gegenüber.

Verfilmung einer wahren Tragödie

Das Leben schreibt schon einige Geschichten, im Volksmund heißt es gar „Das Leben schreibt die besten Geschichten“. Lucia – Engel des Todes? ist die emotionale Verfilmung des Schicksals von Lucia de Berk, einer niederländischen Krankenschwester, die unschuldig für mehrere Morde an Kindern und alten Menschen verurteilt wurde. Gesellschaftlich ausgestoßen, mit dem Rücken zur Wand, von Medien und Menschen vorverurteilt, findet sich Lucia de Berk wieder. Dieser exzellente Film greift die wahre Geschichte von Lucia de Berk auf und inszeniert dabei mit viel Fingerspitzengefühl. Auch wenn die wirkliche Geschichte und vor allem der Ausgang des Falls bekannt sein sollten, schafft dieser Film eine empathische Spannung aufzubauen, welche das Leid und die Missgunst der fälschlich Verurteilten spiegeln. Lucia – Engel des Todes? startete vor ca. zwei Jahren in den niederländischen Kinos und ist nun als Direct-to-DVD in Deutschland erschienen.

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  • „But it is the book that's the original, this book is the result of the author‘s unique, inimitable talent. Transfer a book into a virtual world? Funny. It‘s impossible.“ Andrzej Sapkowski über das Verhältnis seiner Fantasyromane zu ihrer Versoftung The Witcher (eurogamer.net).

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