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„Closure“, e-Journal für Comicforschung

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Die Comicforschung in Deutschland ist noch jung und nicht institutionalisiert. Verschiedene Fachrichtungen nehmen sich ihrer an, unter anderem die Literatur- und Medienwissenschaften, die Linguistik, die Kunstgeschichte und die Ethnologie. Das e-Journal Closure hat sich daher zum Vorsatz gemacht, diese disziplinäre Bandbreite zu nutzen und den Comic fachübergreifend zu erforschen, ihn also aus sich ergänzenden und kontroversen Perspektiven zu betrachten und zu untersuchen. Ausgabe #1 des Online-Journals will diese Vielfalt in einer Sammlung aus wissenschaftlichen Aufsätzen und Rezensionen zu Fachliteratur und aktuellen Comics abbilden, zu denen Studierende, Doktorand:innen, Habilitand:innen und Professor:innen gleichermaßen beigetragen haben. Mit diesem Mix aus unterschiedlichen Erfahrungsstufen möchten die Herausgeber:innen den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Aus demselben Grund ist Closure dem Open-Access-Gedanken verpflichtet, der Einsteigern und Interessierten einen leichten Zugang ermöglichen soll.

Interdisziplinarität schreibt das Team des Kieler e-Journals groß, da es nicht ‚den einen Comic‘ gebe. Vielmehr habe die Forschung nicht abschließend definiert, was einen Comic ausmacht, und beabsichtige dies auch nicht. Je nach Erkenntnisinteresse könne dieser „Text und Bild, Sprache und Erzählung, Medium und Kunstform – und einiges mehr“ sein. „Grafisches Erzählen ist vielfältig und erfordert ebenso vielfältige Forschungsansätze über fachliche Grenzen hinweg“, heißt es auf der Website des wissenschaftlichen Blatts. Der Name des Journals verweist bereits auf den interdisziplinären Anspruch: „›Closure‹ – dieser Begriff bezeichnet die Fähigkeit der Comicleser_innen, Grenzen zwischen Panels zu überwinden und den Zwischenraum mit Sinn zu füllen“. In dieser Weise möchten auch die Herausgeber:innen Brücken zwischen den Fachrichtungen bauen.

Das Kieler e-Journal für Comicforschung erscheint im Jahresrhythmus. Ausgabe #2 wird voraussichtlich im November 2015 veröffentlicht.

Wissenschaftliche Artikel der Ausgabe #1

Letzte Änderung amFreitag, 18 August 2017 15:38
André Vollmer

Schriftsteller, Philologe und Journalist (Germanistik & Skandinavistik, M.A.)

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„Better to write for yourself and have no public, than to write for a public and have no self.“

Cyril Connolly